Stadtteil Müngersdorf
Stadtteil Müngersdorf
Müngersdorf liegt mit „Oberdorf“ und „Unterdorf“ nördlich der Aachener Straße. Südlich davon befinden sich im Äußeren Grüngürtel ausgedehnte Sportanlagen mit dem RheinEnergie-Stadion im Zentrum. Die Deutsche Sporthochschule hat hier ihren Sitz.
Das Siedlungsbild war bis zum 19. Jahrhundert durch zahlreiche größere Gutshöfe ländlich geprägt. 1839 wurde die Stammstrecke der heutigen internationalen Bahnlinie Köln – Aachen- Antwerpen bis zum Bahnhof Belvedere fertig. 1870/80 entstanden mehrere Anlagen des Kölner Festungsringes. 1886 gab es eine Pferdebahnverbindung mit Köln. Später entsteht im Zuge der Aachener Straße eine elektrische Straßenbahnverbindung zwischen Kölner Innenstadt und Lövenich. 1888 erfolgte die Eingemeindung nach Köln.
Ab 1900 entwickelte sich das „Oberdorf“ zu einem gehobenen Wohngebiet mit teilweise villenartigem Charakter. Im „Unterdorf“ entstanden eine Werkssiedlung der städtischen Versorgungsbetriebe und beiderseits der Aachener Straße Wohnbereiche mit Einfamilienhäusern, in Randlage zum Stadtwald ein Villenviertel. Zwischen der Bahnstrecke Köln-Aachen und der Aachener Straße entwickelte sich ein ausgedehntes Industrie- und Gewerbegebiet. Dessen noch anhaltende Umstrukturierung markiert ein Technologiepark und ein neu entstandener S-Bahnhof.
Nach 1945 sind hier die Alten-, Behinderten- und Pflegeeinrichtungen des Clarenbachwerkes und einige weiterführende Schulen neu entstanden.
Am Engelspfad hat sich in den letzten Jahrzehnten ein Villenviertel entwickelt.
Der Stadtteil hat 8 071 Einwohner (Ende 2008).